Bismarck war ein Spieler und Säufer?
Letztens habe ich mal wieder einen spannenden Artikel über den in Deutschland nicht wenig bekannten Otto von Bismarck gelesen. Besonders interessant fand ich den biographischen Teil seiner Jugend- und Studentenzeit. In Göttingen studierend kam er nicht wirklich häufig dazu, die juristische Fakultät zu besuchen, da er tagsüber gerne provokativ im Morgenmantel seine Dogge spazieren führte, und dann den Abend mit Kommilitonen in der Bierstube saß. Für Politik interessierte er sich nicht im Geringsten, nur eines war klar, er verabscheute schon jetzt alle Monarchiegegner, alle, die für ein freies Deutschland kämpften. Das Examen so eben bestanden trat er sein Referendariat an (was ihn extremst langweilte…), und nahm an Festen der „besseren“ Kreise teil, wobei er sich in britische Hochstaplerinnen verliebte (die er so exotisch fand). Dieser Lebenswandel verschuldete ihn so sehr, dass das Casino am Ende seine letzte Hoffnung war. Aber die Rechnung ging nicht auf, und er musste (als er dann auch noch aus seinem Job gefeuert wurde) sich dann um den Hof seines gerade erst verstorbenen Vaters kümmern. Die Schulden konnte er nach drei Jahren endlich bezahlen, und auch schon bald (na ja, wenn ich mich richtig erinnere, doch schon mehr als fünf Jahre später) eine Frau aus gutem christlichem Hause heiraten (er, der einen wirklich schlechten Ruf hatte!). Und weiter geht es mit der Geschichte, die die Deutschen wohl kennen…
