Das Phänomen Nostradamus

Man schrieb das 16. Jahrhundert, als Nostradamus seine Visionen zu Papier brachte – und dennoch ist seine Popularität ungebrochen. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass das Interesse an seinen Prophezeiungen in unserer hoch technisierten Welt sogar noch zunimmt. Und dies, obwohl viele Kritiker meinen, seine Voraussagen hätten nur deshalb eine derart hohe Trefferquote, weil sie äußerst vage und daher sehr frei interpretierbar wären.

Der im Jahre 1503 in Süden Frankreichs als Michel des Notre Dame geborene Nostradamus studierte Medizin und wurde ein fähiger Pestarzt, konnte aber den Tod seiner Familie im Zuge der Epidemie dennoch nicht verhindern. Er unternahm zahlreiche Reisen, um schließlich nochmals zu heiraten und wieder als Arzt zu arbeiten. Zu dieser Zeit stellten sich auch seine Visionen ein, die er zwischen 1555 und 1558 in Versform niederschrieb, also in nur drei Jahren.

Seine Weissagungen reichen vom 16. bis ins 38. Jahrhundert, das für ihn das Ende der Welt markierte. Da besonders viele seiner Vorhersagen tatsächlich eintraten, wurde er nicht nur ein gern gesehener Gast bei Hofe, sondern erwarb auch jenen Ruf, der ihm bis heute erhalten blieb. Mehr über Nostradamus kann man in der aktuellen Astroblick lesen!

2 Reaktionen zu “Das Phänomen Nostradamus”

  1. Robert

    Ich glaube, die Kirche hat ihren Anteil daran, wie verklärt Nostradamus dar gestellt wird. Schlussendlich war er ein Forscher im späten Mittelalter, warum sollte er die Geschicke der Menschen auf Jahrhunderte voraussehen können.

  2. Gregor

    Das klingt hoch interessant. Ich hatte das aber so in Erinnerung, dass das Ende im Jahre 2000 kommen soll. Gibt es irgendwo diese schriften von ihm? Also irgendwas im Internet wo man das nachschlagen kann?

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