Die Sephiroth 1 und 2

Anschließend zu meinen Beiträgen über die Kabbala und den Lebensbaum, möchte ich heute mit einer kurzen Beschreibung der 10 Sephiroth fortführen.

Wörtlich heißt das hebräische Wort „Sephiroth“ soviel wie „Emanationen“, „Aufzählung“ oder „Zahlen“. „Sephiroth“ ist im Hebräischen weiblich-plural (im Singular heißt es „Sephira“). Die Sephiroth sind Etappen, Prüfungen und Kräften, die wir Menschen im täglichen Leben wahrnehmen. Der kabbalistische Lebensbaum zählt 10 Sephiroth, die in einem Kreis dargestellt werden. Auch wenn die Darstellung des Lebensbaums uns eher senkrecht erscheint, heißt es aber nicht, dass die eine oder andere Sephira einer anderen überlegen ist.

Und nun zur Beschreibung der einzelnen Sephiroth:

Kether – die Krone:
Der Lebensbaum beginnt mit der ersten Sephira, die selbst aber keinen Anfang hat. Sie verkörpert den göttlichen Funken; sie hat keine bestimmte Form (auch auf der geistigen Ebene) und kann laut der Kabbale nur dadurch verstanden werden, wenn man sich mit ihr vereint, in anderen Worten indem man selbst Gott wird. Der Sinnspruch „Niemand kann das Gesicht Gottes bewundern und selbst weiter leben“ (hier aus dem Französischen übersetzt :-) ) scheint wie für die Kether gemacht.
In der Tradition verkörpert sie die absolute Gottheit, den Zwittervater, den Schöpfer. Die Kether kann auch mit dem Postulat des Ursprungs verglichen werden – ein Schlüssel-Konzept, das kein Beginn kennt aber ermöglicht, dass alles Folgende sich entwickelt.
Das Bild des Punktes als Gegenstandes ohne Dimension wird auch oft mit der Kether in Verbindung gebracht. Die Kether ist die Krone, denn sie gibt dem Menschen alle Macht, ist dennoch von ihm getrennt. Sie liegt sozusagen auf ihm.

Chochmah – die Weisheit:
Die erste Sephira ist die Ausdehnung, eine Brandungswelle, in der alles undifferenziert existiert. Sie ist die Bewegung: Aus dem Punkt der ersten Sephira wird eine Linie und erhält so ihre erste Dimension. Die Chochmah steht für den ersten Schwung, den unerbittlichen Fluss, das Vater-Konzept, das potentiell alle weiteren Konzepte beinhaltet – also das männliche Konzept. Die Chochmah ist insoweit die Weisheit, weil sie der letzte Zustand ist vor der Vereinigung mit Gott (dem kosmischen Bewusstsein).

Im nächsten Beitrag führe ich die Beschreibung von weiteren Sephiroth fort.

Eine Reaktion zu “Die Sephiroth 1 und 2”

  1. Astrologen24 - Astroportale » Blog Archiv » Die Sephiroth 3 - 5

    […] – Verstand: Die dritte Sephira verdichtet und bündelt den Fluss der Chochmah. Sie ist mit dem Weiblichen verbunden – sie ist die Mutter in all ihrer Vieldeutlichkeit. Sie […]

Einen Kommentar schreiben