Die Tarot-Karte „Der Mond“
Die Tarot-Karte „Der Mond“ versinnbildlicht das Erwachen der Gefühle, intuitives Verständnis und den kontinuierlichen Wandel. Sie ermahnt den Menschen, Grenzen zu überschreiten und den jetzigen Weg weiterzugehen. Im Einklang mit der Natur des Mondes als Himmelskörper, der kein eigenes Licht strahlt, sondern nur das Licht der Sonne reflektiert, bedeutet diese Karte auch den Schein, die Illusion, oder eine Abbildung der Realität, die nicht unbedingt der Wahrheit entspricht. „Der Mond“ ermahnt uns zur Vorsicht: das was wir sehen ist nicht die Wirklichkeit, sondern eine Spiegelung der Realität – und hier muss man besonders aufpassen – die womöglich dramatisch verzerrt ist. Diese Karte verheißt Täuschung, Wahnvorstellungen und Erfahrungen, die wenig Bezug zur Realität haben.
Wenn man diese Karte zieht, bedeutet es, dass man die Dinge nicht sieht wie sie sind, weil einem nicht die Wahrheit erzählt wird, oder weil man sich weigert, die Wahrheit zu sehen. Oft ist es so, dass wir unsere Augen vor dem verschließen, was um uns herum eigentlich klar und nicht zu übersehen ist. Oft ist es so, dass wir die Realität mit den schimmernden Farben unseres Wunschdenkens vor uns selbst verschleiern.
Die Karte kann ebenfalls bedeuten, dass man sich desorientiert fühlt, dass man in der Umnachtung in der man sich gerade befindet, den Weg nicht findet. Man fühlt sich schutzlos und alleingelassen. In diesem Fall sollte man die Antworten in sich selbst suchen. Man darf sich nicht vor diesen fürchten, denn die Selbstkenntnis ohne Furcht führt uns zur Freiheit obschon der Weg dahin manchmal recht düster und steinig scheint.
