Die Tarot-Karte „Der Stern“

Ohne sich scheinbar Gedanken zu machen wo sie enden und mit einem maßlosen Elan und einer unerschütterlichen Seelenruhe und Gottesvertrauen, schickt der Stern seine wunderschönen Strahlen ins unendliche All hinaus. Eigentlich auch eine Sonne, die uns Erdenmenschen so winzig erscheint, bloß weil sie in den entferntesten Gefilden des Alls schwebt, ist der Stern in Wirklichkeit eine gigantische, unaufhörliche, fast nimmer enden wollende Explosion des Lichtes, die im Begriff ist, sich irgendwann in einer unvorstellbaren Zukunft völlig zu verausgaben und zu verglühen. Aber bis dahin ist ja noch praktisch endlos Zeit! Man lebt in dem Augenblick, für den Augenblick. Gerne hat man dieses sinnesträchtige, funkelnde, himmlische Kleinod in die Großen Arkana des Tarots aufgenommen.

Im Gegensatz zur Tarot-Karte „Die Mäßigkeit“, die höfliche, gemäßigte, ja geregelte Gefühle verkörpert, ist die Tarot-Karte „Der Stern“ ein wahrer Lobgesang an spontane, schwärmerische Ergüsse von Emotionen, die frisch und verschwenderisch ausgelebt werden. „Der Stern“ bedeutet den furchtlosen Lebensgenuss und die Heilung der Seele dank eines Kopfsprungs in das Meer der Emotionen/Sinnesempfindungen und des anschließenden, ausgiebigen, und befreienden Bades in dessen Wogen. Auch verkörpert sie Seelenruhe und Zukunftsvertrauen. Zieht man diese Karte, so weist es auf einen Prozess der Heilung und Befreiung des Körpers bzw. des Geistes hin. Es bedeutet, dass wir in der Lage sind, ohne Furcht und Bedenken, insbesondere hinsichtlich irgendwelcher möglichen Folgen, uns ins Leben zu stürzen, um dort unsere Empfindungen frei zu entfalten und auszuleben. Es wird uns nahegelegt, uns nicht mehr dafür zu schämen, wie wir sind, sondern uns endlich zu akzeptieren und die Schönheit und die Güte in uns zu erkennen. So wird auf der Tarot-Karte eine Frau abgebildet, die obwohl sie nackt ist, nicht friert. Symbolisch teilt sie ihre Gefühle und Gaben rückhaltlos mit ihrer Umwelt, indem sie mit der rechten Hand Wasser aus einem Krug in einen Teich und gleichzeitig mit der linken Hand Wasser aus einem Krug auf die Erde gießt. Der Teich symbolisiert das Unterbewusstsein, die Erde, die materielle Welt. Die Frau erneuert beides. Ein Stern leuchtet währenddessen in der Nacht und erfüllt sie mit Licht, genauso wie man seiner Umwelt seine Empfindungen und Leidenschaften ohne wenn und aber mitteilen soll.

Man soll sich ein Beispiel an den Stern nehmen. Man soll aus dem Vollen schöpfen und die Liebe, ob zum Partner, zur Familie oder zu Freunden, ohne Schranken ausleben. Man soll sich nicht länger verstellen, sich jeglicher Verkleidung entledigen und endlich hinausgehen und das Leben genießen! Ferner bedeutet die Tarot-Karte „Der Stern“ Offenheit, Klarheit der Gefühle, Erneuerung, Erfüllung, Hoffnung, Bereitschaft zur Aufnahmen von kosmischen Energien – letztendlich eine kleine Erleuchtung.

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