EastEnders
Wie mehrere meiner Kollegen im Büro schaue ich auch regelmäßig meine Serien im Fernsehen. So läuft zum Beispiel seit 1985 auf BBC1 eine der beliebtesten Fernsehserien Englands: „EastEnders“. In dieser Serie wird das Zusammenleben mehrerer Kulturen in einer Großstadt (London) geschildert. Von Beginn an gelang es der Serie EastEnders die höchsten Zuschauerquoten der britischen Fernsehgeschichte zu erreichen.
Als eines der beliebtesten Serien des öffentlich-rechtlichen Senders BBC schauen regelmäßig 15 bis 20 Millionen Briten diese Sendung. Es wird darauf geachtet, dass auf ITV oder Chanel 4 nicht die andere bekannte englische Serie „Coronation Street“ läuft.
Die Handlung der Serie spielt sich überwiegend auf dem Albert Square ab (diesen Platz gibt es in Wirklichkeit gar nicht!). Auch das Viertel „Walford“ gibt es auf keiner Straßenkarte von London. Der Schauplatz ist nachempfunden von dem wirklich existierenden Fasset Square. Dreh- und Angelpunkt der Serie ist die englische Kneipe „Queen Victoria“ (Queen Vic). Auf dem Albert Square gibt es einen kleinen Garten, in dessen Mitte eine Parkbank steht im Gedenken an einen der Darsteller der Serie.
Vom Albert Square gehen mehrere Straßen ab wie im wirklichen Leben. Auf diesen Straßen ist ein Markt zuhause mit allen Dingen des täglichen Lebens. Auch gibt es einen kleinen Supermarkt, eine Pommesbude, ein Wettbüro, ein Nachtcafé, eine Reinigung und einen Schönheitssalon.
In der Serie gibt es Darsteller, die von Anfang an dabei sind: der Schauspieler Adam Woodyatt spielte 1985 in der Serie zunächst den Teenager „Ian Beale“ und ist inzwischen zum Inhaber mehrerer Geschäfte aufgestiegen. Bemerkenswert ist außerdem, dass der Schauspieler im wirklichen Leben auch aus dem Londoner Eastend kommt.
Diese englische Serie ist zudem in Deutschland bekannt. Es gibt sogar deutschsprachige Literatur über EastEnders: das Buch „Langzeitserien im deutschen und britischen Fernsehen. Lindenstraße und EastEnders im interkulturellen Vergleich“ wurde geschrieben von Frau Gerline Frey-Vor (Spiess, Berlin 1996, ISBN 3-89166-031-6.
