Eine neue Studie über „unsere Kinder“

In der neuen Studie von World Vision Kinderstudie die durch Kinder- und Jugendforschung und verschiedene Universitäten mit durchgeführt wurde, wurden erstmals über 1500 Kinder im Alter zwischen 8 – 11 Jahren über ihre Lebenssituation und Lebensgefühl befragt.

Festgestellt wurde, dass drei Viertel der Kinder nicht daran glauben, dass die Politik sich um sie kümmert. 13 Prozent fühlen sich von ihren Eltern vernachlässigt. Zusätzlich kam man zu dem Erkenntnis, das es sehr viele Unterschiede in den verschiedenen Herkunftsschichten bei Kindern gibt.

Kinder aus der Unterschicht sind am meisten betroffen. Sie fühlen sich in allen Lebenslagen wie zum Beispiel Freizeit, Wohnumfeld, Familie und Schule benachteiligt. Sie sehen für sich schlechtere Chancen und streben niedrigere Schulabschlüsse an. Sie sind auch in der Freizeit häufiger auf sich selbst gestellt und sitzen vorwiegend vor dem Fernseher oder am Computer. Der Jugendschutzbund warnt schon davor, dass 99 Prozent aller verwahrlosten Jungen und Mädchen aus armen Familien kommen.

Kinder aus der Mittel- oder Oberschicht sind in der Regel glücklicher und haben weniger Ängste. Diese Kinder haben ein vielfältigeres und kreatives Freizeitangebot, das sich sozial schwache Familien nicht leisten können.

Fast die Hälfte aller befragten Kinder haben Angst vor Krieg, Armut und schlechte Noten. Bei der Befragung stellte sich auch heraus, das berufstätige Eltern zwar weniger Zeit mit ihren Kindern verbringen können, aber diese Zeit Qualitativ besser nutzen.
Das Positive an der Studie ist, dass sich die meisten Kinder nach eigenen Angaben mit sich, dem Familienleben und der Welt zufrieden sind.

Ich finde, dass aus dieser Studie deutlich hervor geht, dass Deutschland viel zu wenig für sozial schwache Kindern bzw. Familien macht. Denn ein kinderfreundliches Land bedeutet für mich, dass man Familien stärkt und den Kindern ein gutes Umfeld mit Freizeitgestaltung, Schul- und Betreuung gibt. Zusätzlich möchte ich aber auch sagen, dass wir unsere Kinder lieben, erziehen und ihnen Werte weitergeben müssen und nicht die Politik.

3 Reaktionen zu “Eine neue Studie über „unsere Kinder“”

  1. Jörg

    Klasse Thema! Politik darf Werte auch nicht aufoktruieren sondern muss nur den Rahmen für ein gemeinsames Miteinander von Kind und Eltern schaffen. Dazu zählt auch, Finanziell unter die Arme zu greifen um am sozialen und kulturellen Leben mit teilhaben zu können. Ich würde gerne mal die Politiker dieses Landes auf Hartz4 Niveau + Kinderpauschale für 3 Monate testweise überleben lernen lassen. Damit Sie sehen wie Kinderfeindlich Sie Politik betreiben.

    Lg Jörg

  2. Christian

    Mit der angesprochenen Organisation habe ich - persönlich - so meine Bedenken.

    http://de.wikipedia.org/wiki/World_Vision#Kritik

    mal durchlesen und den Bericht nochmal Revue passieren lassen und reflektieren.

    Und über “Politk” zu diskutieren? Auf unserem Blog? An solchen Themen sind schon die besten Freundschaften gescheitert. Deswegen halte ich mich da jetzt mal bedeckt.

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