Frankfurter Buchmesse 2007. Schwerpunkt: katalanische Kultur

Am Mittwoch wurde die 59. Buchmesse in Frankfurt eröffnet, dieses Mal mit dem Schwerpunkt auf der katalanischen Sprache. Der katalanische Autor Quim Monzó hat die Eröffnungsrede gehalten, und zeigte sich sehr überrascht über die Tatsache, dass eine Sprache ohne Staat als Schwerpunkt ausgesucht worden war.
Polemisch wurde es nämlich, als man sich nicht darüber entscheiden konnte, ob nun auch katalanische Autoren, die auf spanisch schreiben, eingeladen werden durften. Die Buchmesse hätte es gerne gehabt, wenn auch die gekommen wären, und man zeigte sich traurig darüber, dass nun doch alle die “spanischsprachigen” Katalanen nicht gekommen sind, wie: Eduardo Mendoza, Juan Marsé, Carlos Ruiz Zafón
Dieses Thema kam also generell wieder ins Gespräch. Ich denke, dass die katalanische Sprache auf dieser Messe gefeiert werden sollte. Es gibt ja immerhin mehr als 13 Millionen Menschen, die die Sprache sprechen. Und auch wenn Rilke und Kafka Tschechen waren, sie haben auf deutsch gescrieben und zählen damit zum Kanon der deutsche Literatur.
Autoren die auf katalanisch schreiben: Josep Pla, Joan Brossa, Santiago Rusiñol, Àngel Guimerà, Merçè Rodoreda, Joanot Martorell, Narcís Oller, Joan Maragall, Jacint Verdaguer, Jordi de Sant Jordi, Joan Sales…
Viel Spaß beim Lesen!!!

5 Reaktionen zu “Frankfurter Buchmesse 2007. Schwerpunkt: katalanische Kultur”

  1. Christian

    Dieser Unterschied zwischen Katalanen und Spanieren der da gemacht wird – war mir nie so richtig bewusst.

    Auch – das das 17. Bundesland Deutschlands eigentlich katalanisch nicht nicht und ein guter Anlass mich damit endlich anzufangen zu beschäftigen. Letzten Endes will ich da ja mal irgendwann wohnen.

  2. Alain

    Ahhh!!! Das Streitthema zwischen Jordi und mir :-)

    Ich mus sagen, dass ich die Polemik um die diesjährige Frankfurter Buchmesse nicht verstehe. Denn klasse finde ich allemal, dass Katalonien als Gastland nach Frankfurt eingeladen ist – das ist meiner Meinung nach eine sehr gute Plattform, um die katalonische Kultur (und nicht nur die katalonische Sprache, lieber Jordi :-) vorzustellen.
    Für mich ist eine Sprache nur einen Teil einer Kultur – sie macht die Kultur nicht aus. Wichtig finde ich, dass eine Kultur lebt und bekannt wird.

    So, ich höre lieber hier auf! Nur meine mündliche Mitteilung an Jordi, dass ich ein Kommentar schreibe, hat unsere Diskussion wieder entfacht :-)

  3. Alain

    Estimat Jordi,
    fins i tot si no som d’acord, trobo molt agradable de discutir amb tu :-)

  4. Jordi

    Vielleicht in Zukunft wird Katalonien besser verstanden werden, nicht nur von Spanien sondern auch vom Rest der Welt.

    Alain, ich finde auch unsere Diskussionen ziemlich konstruktiv. Immer ist es interessant, objektive Meinungen zu finden. Meine sind leider zu diesem Thema nicht sein ;-)

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