Freitag, der 13.

Mit Freitag, dem 13. ist das so eine Sache! Manche Kulturen sehen in diesem Datum einen Glückstag – die meisten von uns blicken dieser Kombination aus Wochen- und Monatstag aber eher misstrauisch entgegen, soll sie doch Unglück verheißen. Aber woher kommt eigentlich der Glaube – oder Aberglaube – dass diesem Datum etwas Besonderes anhaften soll? Die Wurzeln gehen auf die christliche Lehre zurück, die in der Zahl 13 grundsätzlich etwas Negatives sieht, da sie das in sich geschlossene und damit „göttliche“ Zwölfersystem überschreitet.

Sieht man von der negativen Bedeutung der Zahl 13 ab, so hat das Datum Freitag, der 13. seinen schlechten Ruf wohl dem amerikanischen Schriftsteller und Börsenspekulanten Thomas William Lawson zu verdanken. Er veröffentlichte im Jahr 1907 den Roman „Friday, the 13th“, in dem es um Fehlspekulationen an der Börse geht. Neun Jahre später kam ein Film mit demselben Titel in die Kinos, in dem es um eine Familie geht, deren Mitglieder alle an einem Freitag, dem 13. starben. Weitere Verbreitung erhielt der Volksglaube durch eine Komödie gleichen Titels, die im Jahr 1944 in die Kinos kam, sowie durch eine Horrorfilmreihe aus den Achtzigerjahren des 20. Jahrhunderts.

Der Glaube an den Unglückstag ist demnach nicht sehr alt und wurde nur durch falsche Zeitungsberichte genährt, nach denen etwa der „Schwarze Freitag“ , also der Börsencrash des Jahres 1929, einem solchen Datum zugeschrieben wurde.

Einen realen Grund dafür gibt es natürlich nicht: Die wissenschaftliche Auswertung von Unfallstatistiken hat beispielsweise ergeben, dass sich an einem Freitag, dem 13. nicht mehr Unfälle ereignen als an jedem anderen Tag des Jahres auch. Dennoch gibt es zahlreiche Ereignisse in der Geschichte, die für all jene, die sich vor diesem Datum fürchten, eine Bestätigung ihrer bizarren Ängste sind: So etwa wurden an einem Freitag, dem 13. nahezu alle Mitglieder des Ordens der Tempelritter auf Befehl des französischen Königs Philipp IV verhaftet und getötet.

Manche Menschen haben übrigens eine derart ausgeprägte Angst vor Freitag, dem 13., dass sie krankhafte Ausmaße annimmt. Sie vereinbaren an diesen Tagen keine wichtigen Treffen, unternehmen keine Ausflüge oder Reisen, wagen sich in manchen Fällen nicht einmal aus dem Haus. Die Psychologie hat sogar einen eigenen Ausdruck für diese übersteigerte Angst: Paraskevedekatriaphobie. Diese gilt als Sonderform der so genannten Triskaidekaphobie, also der allgemeinen Angst vor der Zahl 13.

Einen Kommentar schreiben