Gute Nacht
Ohne Schlaf kann kein Lebewesen existieren: Ein Drittel unseres Lebens verbringen wir mit Schlafen. Diese Zeit brauchen wir, damit sich unser Körper erholen kann. Schlafen wir zu wenig, geraten wir in eine Art Dauerstress. Die Folge wäre eine vorzeitige Alterung, auch würde es unserer Gesundheit schaden.
Das Schlafbedürfnis ist überwiegend angeboren und liegt in der Regel zwischen 7 bis 8 Stunden. Napoleon war ein Mensch, der wenig Schlaf benötigte. Umgekehrt gibt es Langschläfer wie Goethe und Einstein, die mehr als zehn Stunden Schlaf gebraucht haben.
Eine gute Nachtruhe ist wie ein Jungbrunnen für Körper und Seele: In dieser Zeit erholen sich Immun- und Nervensystem. Stoffwechselvorgänge laufen auf Hochtouren, und Wachstumshormone werden ausgeschüttet. Neuere Forschungen zeigen, dass wir tagsüber Gelerntes im Schlaf weiter verarbeiten.
Dass ältere Menschen weniger Schlaf brauchen, ist überholt, die Schlafdauer bleibt fast gleich. Man wird nur früher müde und wird morgens eher wach. Bereits ab dem 30. Lebensjahr nimmt die Zeit des Aufwachens zu und der Tiefschlaf verringert sich.
10% der Bevölkerung leidet unter andauernden Schlafstörungen. Gelegentliche Schlafstörungen jedoch gehören zum normalen Leben wie eine Erkältung.
Ein Mittagsschlaf von nur kurzer Dauer verbessert unsere Leistungsfähigkeit. Der Schlaf sollte aber keinesfalls länger dauern als 30 Minuten, ansonsten ist es möglich, dass unser Kreislauf absinkt und wir unser Tagespensum in gewohnter Art und Weise nicht mehr durch führen können.
Jeder von uns sollte auch probieren, was ihm am besten hilft einzuschlafen. Einige von uns bevorzugen ein Glas warme Milch am Abend, andere den heißen Tee. Ein TV-Gerät sollte keinesfalls als Einschlafhilfe dienen. Wir erreichen ganz das Gegenteil von einem ruhigen Nachtschlaf. Eine Meditationsübung oder ein gutes Buch bewirken kleine Wunder.
