Inquisition in Spanien

Viele denken, dass die spanische Inquisition es damals besonders auf Juden abgesehen hatte, was jedoch nicht stimmt. Es gab zu dem Zeitpunkt (genauer gesagt seit 1492, was aber nichts mit Kolumbus zu tun hat…) schon keine Juden mehr in Spanien, denn sie sind vertrieben worden oder mussten zum Christentum konvertieren (was der größte Teil von ihnen getan hat). Die Aufgabe der spanischen Inquisition war es später, alle Ketzer zu verurteilen (die in der Regel auf dem Scheiterhaufen endeten). Meist gingen noch Jahrhunderte später Nachfahren der ehemals Konvertierten jüdischen Gebräuchen nach: sie feierten Sabbath, Jom Kippur oder Chanukkah, wussten aber meist gar nicht mehr, warum. Die spanische Inquisition war besonders im 16. und 17. Jahrhundert sehr aktiv, zum Ende des 18. Jahrhunderts ließ ihr Einfluss nach und sie wurde auch schon bald abgeschafft. Interessant ist, dass ein kleines Grüppchen an Nachkommen der konvertierten Juden vor der Inquisition geflohen war, und sich in ein entlegenes portugiesisches Dorf zurückgezogen hatte. Erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts traf ein Forscher (unterwegs aus anderen Gründen, an die ich mich nicht mehr erinnern kann) auf dieses kleine Völkchen und konnte sie beruhigen, dass die spanische Inquisition nicht mehr existierte…

Eine Reaktion zu “Inquisition in Spanien”

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    [...] nachdenken. Er hat sich im Juni 2001 aufgemacht, die 800 Kilometer auf dem berühmten Jakobsweg in Nordspanien bis nach Santiago de Compostela zu pilgern. Die meisten Etappen ist er tatsächlich zu Fuß [...]

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