“Kfz-Mechanik”

Als ich gerade im Weblog die Pläne zur Tansania Reise gelesen habe, ist mir direkt eine Anekdote aus Australien eingefallen. Wie der Autor des Textes schreibt, ist es sicherlich sinnvoll, sich bei jeglichen Reisen in „Kfz-Mechanik“ auszukennen, sollte man vorhaben, dort selber mit dem Auto zu fahren. Die beste Art und Weise, Australien kennen zu lernen, ist natürlich auch mit dem eigenen Auto. Daher haben wir uns gleich am Anfang entschieden, einen hellbraunen Ford Falcon (1982) zu kaufen. Der typische Traveller-Wagen! Ich war schon zu Anfang ziemlich kritisch mit dem Auto, das wie neu blitzte, aber bei der Spritztour komische Geräusche von sich gab. Meine Freundin bestand jedoch darauf, dieses Auto zu kaufen. Schnell hatten wir die ersten Probleme und in Sydney gab es eine große Reparatur. Anhand der Kosten hätte ich mir schon längst gewünscht so einen „Kfz-Mechanik“ – Kurs gemacht zu haben. Meine Freundin bestand nun nach dem großen Generalcheck darauf, ab ins Outback zu den Ayers Rocks zu fahren. Das sind von Sydney so um die 3000 km, und zwischen den Orten ein Mindestabstand von 300km. Kurz vor Cobar dann ( 700 km von Sydney) stieg dunkler Rauch unter der Motorhaube hervor. In der Stadt angekommen fuhren wir schnell links ran, sprangen aus dem Auto und ich fiel fachmännisch über die Motorhaube her, die sich leider schon von Anfang an schwer öffnen ließ. Jetzt klappte gar nichts. Ein junger Australier öffnete zu Glück in sekundenschnelle die Motorhaube. Wenige Sekunden später bogen auch schon zwei Feuerwagen um die Ecke und löschten den brennenden Motor. Es dauerte einige Tage, bis die kleine Werkstatt die nötigen Ersatzteile zusammengestellt hatte (unter anderem suchten sie Sachen aus einem verwaisten Ford zusammen, den Leute im Busch verschrotten wollten), dann fuhren wir Richtung Brisbane. Dort übernahm ich den künstlerischen Teil und übersprühte den großen Rauchfleck auf der Motorhaube, und meine Freundin verkaufte das Auto erfolgreich an einen jungen deutschen Mechaniker. Fazit: Auf keinen Fall sollte eine Frau über den Autokauf entscheiden, dann brauchst Du sicherlich auch keinen „Kfz-Mechanik“-Kurs…

Eine Reaktion zu ““Kfz-Mechanik””

  1. Alain

    :-) Beim Lesen Deines Australien-Berichtes hatte ich ein Déjà-Vu-Effekt! Denn solche Situationen habe ich schon in Afrika erlebt. Ratsam ist dabei, gelassen zu bleiben (egal, was passiert!)
    Bei unserer Tanzania-Reise sind wir zu dritt (2 Jungs und 1 Mädel)… und das Mädel hat weder Führerschein noch Ahnung von Autos. Wir Jungs sind auch nicht sehr firm in Sachen Auto aber was soll’s: Afrika bereisen ohne Risiko und Abenteuer wäre zu langweilig :-)
    Ich werde mal im Internet stöbern… nach einem Schnellkurs “Kfz.-Mechanik” und meinen englischen Wortschatz in diesem Bereich auffrischen.

Einen Kommentar schreiben