Sudoku

Jeder von uns kennt es, denn es hat sich in den letzten Jahren dermaßen rasch verbreitet, dass vielleicht nur Leute, die im Azkaban eingesperrt waren, es noch nicht kennen. Ich spreche gerade vom Sudoku.

Bisher dachte ich mir, dieses Spiel sei eine Modeerscheinung – etwa wie der Rubik’s Cube (Zauberwürfel) in den 80er Jahren oder die Pokemons ab den 90er Jahren. Aber dann merkte ich, dass immer mehr Leute das Sudoku-Fieber haben, egal ob in Deutschland oder in Frankreich. Deshalb habe ich mir vor ca. einem Jahr aus Neugier mal ein Sudoku-Heft gekauft… und merkte schnell, ich sei gegen dieses Virus resistent :-) So schloss ich das Kapitel, ohne wirklich zu verstehe, was man so spannend an der Sache finden könnte.

Letzte Woche musste ich mich wieder mit diesem Thema beschäftigen und zwar aus der sprachlichen Perspektive! Denn ich fragte mich “Heißt es DER oder DAS Sudoku?” (mein “Der/Das”-Problem wird mir mein ganzes Leben verfolgen… und quälen!). In meiner Muttersprache wußte ich intuitiv, dass es “le sudoku” heißt (denn seit Jahren über 3/4 der “Neuwörter” auf Frz. männlich sind…:-). Im Internet musste ich nicht lange surfen, um herauszufinden, dass es DAS Sudoku heißt. Was mich bei meiner Internetrecherche überrascht hat, ist die Geschichte und die Entwicklung dieses weltweit bekannten Spiels!

Na, wer hat’s erfunden? Ich vermute, dass die Mehrheit wie ich darauf antworten wird, dass die Japaner die Väter dieses Logikrätsels sind, oder? “6! Sitzen!”.
Die Vorläufer des heutigen Sudokus sind die lateinischen Quadraten des Schweizer Mathematikers Leonard Euler im 18. Jahrhunderts. Also, die Schweizer waren’s! Da war ich aber überrascht!
Vor dem Ersten Weltkrieges veröffentlichten französische Zeitungen sog. Carrés magiques diaboliques, leider ohne großen Erfolg, denn diese Rätsel waren noch nicht in Blöcken unterteilt wie das heutige Sudoku, das meist aus 3 x 3 Blöcke besteht.
Erst 1979 erfand der Amerikaner Howard Garns das heutige Sudoku (mit der Blöckenunterteilung) und nannte es Number Place.
Mitte der 80er Jahre erschienen die ersten Sudokus in japanischen Zeitschriften und es dauerte nicht mehr lange, bis es den Weg in die westliche Welt fand. Der weltweite Durchbruch des Sudokus kam dadurch, dass die Londoner Times diese Zahlengitter veröffentlichte.

Sudoku (japanische Abkürzung für “Eine Zahl bleibt immer allein”) begeistert nicht nur Unmengen von Menschen weltweit, es ist zu einer Wissenschaft geworden. Unzählige Internetseiten beschäftigen sich mit dem Thema “Sudoku lösen”. Wißt Ihr schon, dass man ein Sudoku nur analytisch-systematisch lösen kann. Also, meine Methode (intuitives Raten) führt immer zum Mißerfolg :-) Bei der analytisch-systematischen Methode gibt es verschiedene Wege zur Lösung: Entweder beim Scannen, oder beim Auszählen, oder beim Kombinieren oder wie wär’s mit Eliminieren?

Meine Recherche habe ich aber abgebrochen, als ich auf einer Seite komplette Algorithmen fand! Nee, da wurden schlimme Erinnerungen aus dem Mathe-Kurs wieder wach… :-)
Laßt Euch aber nicht davon abschrecken! Wenn Ihr schon das Sudoku-Fieber habt, genießt es weiter – wenn Ihr noch nicht infiziert seid, dann gibt es eine neue Welt zu entdecken. Denn Sudoku ist längst nicht mehr nur das Spiel mit 9 x 9 Zeilen/Spalten!

Viel Spaß beim Lösen! Und denkt daran: Nur die Zahl bleibt allein – die Sudoku-Fans sind zahlreich :-)

3 Reaktionen zu “Sudoku”

  1. Astrologen24 - Astroportale » Blog Archiv » Haruki Murakami

    [...] Zusammenhänge gewöhnt und erwarten, dass alles erklärt wird. Ich persönlich finde diese japanische oder asiatische Surrealität sehr attraktiv: in den Romanen warte ich immer wieder darauf, dass [...]

  2. Astrologen24 - Astroportale » Blog Archiv » Takeshi Kitano

    [...] Kitano Gerne fahre ich heute mit der japanischen Kultur fort und stelle euch einen japanischen Kinoregisseur vor, vielleicht zur Zeit der [...]

  3. Astrologen24 - Astroportale » Blog Archiv » 171 ohne

    [...] In der Zwischenzeit, da das Wetter mich nicht ermöglicht, Rad zu fahren, werde ich vielleicht mit Sudoku [...]

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