Vielfalt der Mantik

Als ich gestern im Internet für verschiedene Übersetzungen ins Französische eine Recherche machte, wurde mir ein Mal mehr die Vielfalt der Mantik deutlich.

Ihr fragt Euch vielleicht, was “Mantik” heißt, oder? Das Wort Mantik stammt aus dem Griechischen “μαντεία” und heißt nichts anderes als “Weissagung“. Für mich als Franzosen aber auch für meinen spanischen/katalanischen Kollegen, nicht Neues, denn dieses griechische Wort ist unser tägliches berufliches Brot: Das Wort Kartenlegen entspricht nämlich in Französisch “cartomancie” und in Spanisch “cartomancia”.

Gut, soviel zur Etymologie – kommen wir nun zur Vielfalt der Mantik. Bestimmt fällt Euch sofort das Kartenlegen, das Hellsehen oder die Astrologie ein. Das sind heutzutage sicherlich die bekanntesten und meist verwendeten Methoden des Wahrsagens – ob mithilfe von Karten (Kartenlegen) oder durch die Beobachtung der Sternenkonstellationen (Astrologie). Weitere bekannte Methoden sind das Handlesen, das Pendeln oder auch das Lesen in der Kristallkugel.

Aber habt Ihr von “Auspizien”, “Myomantik” oder gar von “Rhabdomantie” schon mal gehört? :-) Nein, ich versichere Euch, dass das keine Phantasiebegriffe aus dem letzten Harry Potter sind! Das sind Wahrsagemethoden, die es mal gab, manchmal heute noch praktiziert. Da ich in meiner gestrigen Recherche auf zum Teil sehr lustige Begriffe gestoßen bin, zähle ich sie hier mal auf (mit welchem Hilfsmittel diese durchgeführt werden).
Auspizien (Beobachtung vom Flug von Vögeln / Vogelschwärmen), Myomantik (Läute von Mäusen), Rhabdomantie (Stäben). Dann haben wir noch Molybdomantie (Bleigießen), Onomantie (Buchstaben eines Namens), Gastromantie (bauchige, mit Wasser gefüllte Flaschen), Geomantie (Erde), Hydromantie (Wasser), Daktiliomantie (Pendel), Numerologie (Zahlen), Xylomantie (Zweigen), Daphnomantie (mithilfe eines ins Feuer geworfenen Palmenkätzchenzweiges), Kromniomantik (Zwiebelsprossen), Aeoromantik (Wolken), Stichomantik (Texte), Nekromantik (Kontakt mit Toten).

Viele dieser Methoden werden heute nicht mehr verwendet aber früher, vor allem in der Antike waren sie sehr gepriesen. Zum Beispiel die Auspizien in Rom.
Klar ist, dass der Mensch seit immer bestrebt gewesen ist, künftige Ereignisse vorherzusagen – und der antike Mensch scheint mir, dass er vor aus heutiger Sicht brutalen Methoden nicht zurückschreckte wie zum Beispiel das Lesen von Tiereingeweiden (s. Haruspex)… Lecker!

Heute, wie oben schon erwähnt, sind die meist benutzten Mantik-Methoden das Kartenlegen, die Astrologie oder das Hellsehen – auch Methoden, die auf einer langen Tradition zurückblicken… und die unsere erfahrenen Berater für Sie zur Verfügung stellen!

2 Reaktionen zu “Vielfalt der Mantik”

  1. Astrologen24 - Astroportale » Blog Archiv » Verschiedene Formen von Wahrsagen

    [...] Formen von Wahrsagen Das Wahrsagen ist ein Bereich aus der Esoterik (manchmal auch Mantik genannt), in der sich verschiedene Formen der Vorhersage der Zukunft vereinen. Es gibt Methoden, [...]

  2. Astrologen24 - Astroportale » Blog Archiv » Astrologie in der Antike

    [...] Antiken Rom spielte zunächst die Astrologie eine kleinere Rolle – man pflegte eher, aus dem Lesen von Tiereingeweiden die Zukunft vorherzusagen – bis die Römischen Consule und Kaiser sie zu militärischen und [...]

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