Wahrsagen

Die Praktiken des volkstümlichen Wahrsagens waren in der frühen Neuzeit überaus zahlreich und reichten vom Handlesen über die Deutung des Geburtsdatums und des Namens, das Kartenlegen und Würfeln. Eine gewisse Zurückhaltung des Wahrsagens verbreitete sich und man konzentrierte sich auf die angesehene Astrologie. Diese galt als sicherer und wissenschaftlich bestätigt. Weissagungen wurden schon von Königen und Päpsten für eigene Zwecke eingesetzt. Die drohende, befürchtete Moral und die damit verbundene Gesellschaftsordnung ließ sich auch nicht durch Verbote aufhalten. Die Zeit nahm ihren Lauf und die Menschen suchten mehr denn je Wahrsagerinnen auf. Anfang des 19. Jahrhunderts stand dann das Wahrsagen in der Blüte Ihrer Zeit. Immer noch verachtet aber als ungefährlich eingestuft anerkannte man den Zigeunern, dem sogenannten fahrenden Volk, die Wahrsagung als Beruf an. Zu dieser Zeit wurde auch das Kartenlegen sehr populär und bald darauf wurde auch die Kristallkugel eingesetzt. Auch in dieser Zeit versuchte jeder, der einen Wahrsager aufsuchte, es geheim zu halten. Gut gestellte Persönlichkeiten, Kaufleute waren die Ratsuchenden der Wahrsager. Zudem ist das Handlesen auch heute noch sehr begehrt. Das entscheidene hierbei ist, die Handlinien richtig zu deuten. Die Lebenslinie zum Beispiel gibt uns nicht darüber Auskunft wie lange wir leben. Sie zeigt uns an wie viel Lebenskraft wir haben und deren Entwicklung. Bei der Herzlinie achtet man auf Verästelungen, die Tiefe oder aber auch auf den Rot Ton der Linie. Die Kopflinie gibt uns Auskunft über unsere Intelligenz, die Widerstandskraft und unsere Belastbarkeit. Die Schicksalslinie signalisiert uns Gefahren und zeigt Schwierigkeiten an. Die Liebeslinie deutet uns die Anzahl der ernsthaften Bindungen in unserem Leben. Über den Verlauf der Handlinien möchte ich Ihnen gern das nächstemal erzählen.

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