Was ist unter Karma zu verstehen?
Jeder von uns hatte schon ein Déjà-vu-Erlebnis, also eine Erfahrung, in der einem eine Umgebung oder eine Situation bekannt vorkommt, obwohl man sie noch nie bewusst erlebte. Für viele Leute sind Déjà-vu-Erlebnisse Erinnerungen aus einem früheren Leben und damit ein Beweis für die Wiedergeburt. Die Theorie von der Reinkarnation würde auch erklären, warum sich bestimmte Szenen immer wieder in unsere Träume oder Gedanken drängen: Sie sollen uns dazu bringen, unser Karma zu erfüllen!
Der Begriff „Karma“ leitet sich vom Sanskrit-Wort für „Tat“ ab. Er bildet einen Grundpfeiler des Hinduismus und besagt, dass keine Tat ohne Folgen bleibt – gegebenenfalls auch erst im nächsten Leben. Jeder Mensch trägt die Verantwortung für sein Karma und muss nach Werten wie Geduld, Gewaltlosigkeit, Selbstkontrolle, Wahrhaftigkeit, Mildtätigkeit und Gastfreundschaft streben.
Damit entsteht eine erstaunliche Parallele zwischen der Lehre vom Karma und Newtons Gesetz von Ursache und Wirkung, nach dem auf jede Aktion eine Reaktion folgt. Alles, was wir erleben – sei es Gutes oder Böses –, haben wir aufgrund vergangener Handlungen auch verdient. Karma hat allerdings nichts mit Vergeltung zu tun, sondern heißt vielmehr, dass wir lernen, unser jetziges Dasein und unsere künftigen Leben selbst zu bestimmen!
